STURMFREI

Manchmal ist unser Leben wie ein Boot im Sturm. Dinge geraten außer Kontrolle, wir verlieren unsere Richtung, wir spüren Druck und nichts fühlt sich mehr sicher und bekannt an. Genau das erleben auch die Jünger in Markus 4,35–41. Der Sturm bricht über ihnen herein, ganz plötzlich, das Boot läuft voll und sie schreien: „Jesus, kümmert es dich nicht, dass wir untergehen?“

Diese Frage trifft ins Schwarze. Gott, siehst du mich? Bist du da? Hältst du mich?

Jesus steht auf, spricht ein Wort, „Schweig! Sei still!“ und der Sturm fällt in sich zusammen. Nicht, weil die Jünger stark wären, sondern weil er, Jesus mit im Boot ist.

Die Bibel benutzt das Meer oft als Bild für Chaos und Bedrohung. Wenn Jesus Wind und Wellen stoppt, zeigt er, dass er Macht über das hat, was uns umhaut. Doch unser Jahresthema meint mehr als nur Unwetter. Sturmfrei kennen wir auch anders: zu Hause, allein, frei. Kein Chaos, kein Stress, kein „Du musst“. Einfach Raum zum Atmen.
Diese Sehnsucht haben wir alle, nach Ruhe, Leichtigkeit, Freiheit im Kopf und im Herzen.
Das Problem: Unser Alltag ist selten so. Deshalb brauchen wir beides: Sturmfrei im Sturm, Jesus ist da, mitten im Chaos und Sturmfrei vom Sturm, Gott schenkt Räume, in denen wir auftanken, durchatmen und klar sehen.

2026 wollen wir als Gemeindejugendwerk NRW beides ernst nehmen.
Wir wollen uns den Stürmen stellen, den äußeren und den inneren.
Wir wollen ehrlich über Druck, Zweifel, Sorgen reden.
Wir wollen Fähigkeiten und Ressourcen entdecken, die tragen.
Wir wollen einander Rückenwind geben, wenn Veränderung nötig ist.
Und wir wollen dazu lernen, auf Jesus zu schauen, der sagt: „Ich bin bei euch.“ Stürme wirbeln unser Leben auf, manche bedrohen, manche klären, manche bringen den Wind, den Veränderung braucht.

Aber egal, welcher Wind kommt, wir sind nicht allein. Und wir dürfen Stürme besiegen und sturmfrei werden, mit Jesus im Boot und Raum zum Durchatmen.